Spielgeld oder Falschgeld?

Das Geld nachdrucken verboten ist, muss ich nicht erklären. Es gibt wohl Kollegen/innen die trotzdem mit Blüten drehen. Das folgende Zitat macht deutlich, warum das keine besonders gute Idee ist.

Nach § 128 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) stellt das Herstellen oder Verbreiten von Drucksachen oder Abbildungen, die ihrer Art nach geeignet sind, im Zahlungsverkehr mit Papiergeld verwechselt oder dazu verwendet zu werden, solche verwechslungsfähigen Papiere herzustellen, eine Ordnungswidrigkeit dar. Ordnungswidrig ist nach § 128 Abs.Nr. 2 OWiG ferner das Herstellen, Verschaffen, Feilhalten, Verwahren, Überlassen oder das Ein- und Ausführen von Platten, Formen, Drucksätzen, Druckstöcken, Negativen, Matrizen, Computerprogrammen oder ähnlichen Vorrichtungen, die ihrer Art nach zur Herstellung der in Nr. 1 dieser Vorschrift bezeichneten Drucksachen oder Abbildungen geeignet sind. Diese Vorschriften gelten sowohl für Euro-Banknoten als auch für Banknoten eines fremden Währungsgebietes.   Die Ordnungswidrigkeiten können mit Geldbußen von bis zu EUR 10.000 geahndet werden.

Quelle: Bundesbank

Im Normalfall empfiehlt es sich also mit echtem Geld zu drehen.

Für die Fälle in denen wir nicht auf „Spielgeld“ als Requisit verzichten können, gibt es von der Deutschen Bundesbank folgende Richtlinie zur Abbildung von Banknoten zu Werbe- und anderen Zwecken und vom Justizministerium die Verordnung über die Herstellung und den Vertrieb von Medaillen und Münzstücken … Im Prinzip müssen sich die Scheine oder Münzen in Größe, Farbe etc signifikant von echtem Geld unterscheiden. Im Zweifelsfall macht es natürlich Sinn mit der Bundesbank direkt abzuklären was legal ist und was nicht.